Über Alexander Körbel

2012 - 2017 Studium der Humanmedizin | Seit 2017 Studium Philosophie & Ethnologie | CMO bei Körbel Service GmbH

Feminismus? Fetischismus? Faschismus! – Der Tragödie zweiter Teil

Basierend auf dem vorangegangenen Artikel mit dem Titel „Feminismus? Fetischismus? Faschismus!“ möchte ich in diesem Beitrag auf die Fragen eingehen, die bislang noch unbeantwortet geblieben waren.

In dem Beitrag hatte ich über eine feministische – so zumindest bezeichnet sie sich selbst – Bloggerin berichtet, die ganz augenscheinlich wenig davon hält bei der Formulierung ihrer – hirnrissigen – gesellschaftsphilosophischen Thesen die Kapazitäten ihres Gehirns vollumfänglich auszuschöpfen.

Um Ihnen noch einmal einen Überblick über die – bis dato – behandelten Inhalte zu geben, hat unsere Medienredaktion eine Zusammenfassung in Form eines Videos zusammengestellt, in der Sie sich die ganze Dramatik, die mit diesem Thema vergesellschaftet ist, zu Gemüte führen können.

Um nun aber zum Wesentlichen zu kommen, greife ich noch einmal die Fragen auf, deren Beantwortung ich Ihnen – werter Leser – zuletzt noch schuldig geblieben war.

  1. Gibt es diese Verbindung zwischen Feminismus und radikalen/extremen ideologischen Konzepten (z.B. Rassismus, Sozialdarwinismus, Misandrie) tatsächlich?
  2. Und wenn ja: welche Ursachen stecken dahinter?

Ich gebe zu: so ein tumblr Blog ist nun für sich genommen eigentlich noch kein Anlass um wirklich ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer menschenverachtenden Radikalisierung des Feminismus zu entwickeln. Normalerweise würde ich einem solchen Produkt fehlgeschalteter Synapsen – wie es der pseudo-wissenschaftlich eugenische Denkansatz der zitierten Bloggerin darstellt – auch keinerlei Bedeutung zukommen lassen. Hätte es da nicht den Fall Aurora Rodríguez gegeben.

Konkret handelt es sich dabei um einen längst in Vergessenheit geratenen Mordprozess gegen eben jene Auroa Rodríguez. Ich werde auf die wesentlichen Kernaspekte, die im Zusammenhang mit diesem Prozess von Bedeutung sind, noch genauer eingehen. Was ich vorweg allerdings erwähnen will: Aurora Rodríguez ermordete nicht irgendwen. Sondern ihre eigene Tochter, Hildegart Rodríguez. Nun wird sich der geneigte Leser aber natürlich noch immer die Frage stellen, was das alles jetzt mit Feminismus zu tun haben soll.

Ich möchte Ihnen zur Einführung in die tiefergehende Auseinandersetzung mit diesem Thema daher zunächst den – in meinen Augen – überaus interessanten Trailer eines relativ unbekannten Filmprojektes mit dem Titel „Hildegart oder Projekt: Superwoman“ aus dem Jahre 2016 ans Herz legen.

So. Nun habe ich Ihnen – werter Leser – allerdings genug diffuse, bisweilen gar zusammenhanglos anmutende Informationen dargeboten. Um an dieser Stelle einmal eine gewisse Zäsur zu machen, komme ich jetzt zum konkreten Punkt.

Und zwar handelt es sich bei dem Fall, auf den ich bereits zuvor hingewiesen hatte, um ein historisches Fallbeispiel – datiert auf das Jahr 1933 – für eine spezielle Art der weiblichen Perversion, auf das ich erstmals im Rahmen meiner Studien auf dem Feld der Sexualmedizin, aufmerksam wurde. Dieses behandelt die Geschichte der Spanierin Aurora Rodríguez.

Diese beginnt mit dem Tode ihrer Mutter, welcher sich zutrug als Aurora gerade in der Pubertät ist. Tatsächlich empfindet sie das Ableben ihrer Mutter weniger als Trauma, sondern – so zumindest wird es im Werk „Sexualmedizin – Beier, Bosinski, Loewit“ geschildert – vielmehr als Befreiung. Als Aurora 18 Jahre alt ist verstirbt auch der Vater. Aurora – nun auf sich alleine gestellt – geht ihren Weg, und bewerkstelligt es bis zu ihrem 23. Lebensjahr finanziell stabil auf eigenen Beinen zu stehen. Neben ihrer finanziellen Unabhängigkeit strebt Aurora auch nach ideologischer Entwicklung, und arbeitet sich durch den intellektuellen Dschungel zeitgenössischen Materials mit Hauptaugenmerk auf feministische Gesellschaftstheorien. Im Zuge dieser gesellschaftswissenschaftlichen Horizonterweiterung entwickelt sie auch ihr eigenes Weltbild und wird unterdessen zu einer überzeugten Feministin. Zu analysieren ist diese Entwicklung vor dem kulturhistorischen Hintergrund der spanischen Gesellschaft und der Rolle der Frau innerhalb derselben, während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Um dieses in aller Kürze auf einige wenige Worte herunter zu brechen: Von Gleichberechtigung – keine Spur. Geprägt von den erzkonservativen Paradigmen der katholischen Kirche, beschränkte sich der gesellschaftliche Radius, welcher der einfachen Frau zugewiesen war, auf die Erledigung häuslicher Arbeiten und wurde bestenfalls durch den alltäglichen Kirchengang für einen begrenzten Zeitraum durchbrochen. Insbesondere in den niedrigeren sozialen Schichten konnten viele Familien ihren Unterhalt des weiteren nur dadurch bestreiten, dass die Hausfrauen neben ihrer Arbeit in den heimischen vier Wänden sich zusätzlich in Manufakturen (z.B. der Textilindustrie) oder als Dienstmädchen wohlhabenderer Haushalte betätigten, um ihr Einkommen aufzubessern. Natürlich nicht weil sie daran Spaß hatten, sondern vielmehr weil die Not dazu zwang.

Als dann 1936 ein Militärputsch, unter der Führung des autoritär geprägten Agitators Francisco Franco das Ende der sogenannten 2. Republik – so bezeichnet man jene politische Epoche, in der die, im vorangegangenen Absatz skizzierten, sozialen Zustände das Bild der spanischen Gesellschaft prägten – einleitete, lag eine, alle ideologische und gesellschaftliche Lager durchziehende, Hoffnung auf politischen Umbruch in der Luft. Zwar erlangte in der Folge des Militärputsches mit Franco ein autoritär-konservativ veranlagter Diktator, die alleinige politische Macht in Spanien. Doch innerhalb der spanischen Bevölkerung kristallisierten sich im gleichen Zug auch antagonistische, antifaschistische bzw. sozialistische Interessensgemeinschaften heraus, die gegen die Franco-Diktatur kämpften. Nicht zuletzt war es ja auch dieser Konflikt, der letztlich in den Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges mündete.

Die Ideologien, die sich im Zusammenhand dieses Bürgerkrieges entwickelten waren es dann auch, die einen militanten, sozialistischen Feminismus hervorbrachten. Aus den sozialistischen Gruppierungen gingen zahlreiche Frauenorganisationen hervor. In den spanischen Großstädten beteiligten sich junge feministische Sozialistinnen – die sogenannten „milicianas“ – aktiv an bewaffneten Straßenkämpfen.

Vor dem Hintergrund dieser politischen Zeitumstände, ist auch – um wieder zum Leitgedanken des Artikels zurück zu kehren – der ideologische Selbstfindungsprozess der jungen Aurora Rodríguez zu betrachten. Denn auch sie entwickelte sich – wenn auch schon gut 20 Jahre vor der Machtergreifung Francos – zu einer radikalen Feministin.

Getrieben von dem Wunsch, das weibliche Rollenverständnis von einer unmündigen Haushaltshilfe, Gebärmaschine oder des sexuellen „Gebrauchsgegenstandes“, zu revolutionieren, propagierte Aurora Rodréguez die Vision von einer Gesellschaft, in der der Frau eine Bedeutung als – sowohl intellektuell als auch hierarchisch – privilegiertem, herrschenden Überwesen zukommen sollte, während sich die Funktion des Mannes auf diejenige des physiologischen Samenspenders beschränken sollte. Frauen sollten – ihren Überlegungen entsprechend – aus dem Pool dieser „Samenspender“ dann diejenigen, die das beste Erbmaterial bereitstellten, für die Zucht ihrer Nachkommen heraus selektieren. Man kann ihre Vorstellungen also zusammenfassend folgendermaßen beschreiben: Während männliche Nachkommen zu unterwürfigen, unmündigen Samenspendern erzogen werden, sollte den weiblichen von Anfang an eine elitäre kulturelle sowie intellektuelle Förderung zukommen, um ein matriachal organisiertes System, welches durch eine weibliche Herrschaftselite angeführt wird, aufrecht zu erhalten.

Genau diese Theorie setzte Aurora dann auch in die Praxis um. In einer Zeitung inserierte sie die Suche nach einem „physiologischen Mitarbeiter“ – so nannte sie den Mann, der als Zeuger ihrer Tochter fungieren sollte – für ihr „Projekt“. Und sie wurde fündig. Und schwanger.

Ihre Tochter – Hildegart Rodríguez – wurde zu ihrem „Meisterwerk“. Aurora ignorierte alles das, was gemeinhin über die Erziehung eines Kindes als „richtig“ angesehen wurde. Vom ersten Tag ihres Lebens an wurde Hildegart zu einer „Überfrau“ erzogen. Als Hildegart drei Jahre alt ist erwirbt sie ein Zertifikat über Maschinenschreibkenntnisse. Sie wird eingeschult bevor sie das fünfte Lebensjahr vollendet. Überspringt einige Klassen. Mit acht Jahren beherrscht Aurora 6 Sprachen. Mit 13 Jahren beginnt sie ein Jurastudium und fängt an politische Artikel für sozialistische Zeitungen zu verfassen. Als Teenager wird sie die Anführerin der Sozialistischen Arbeiterpartei. Noch bevor sie volljährig ist, doziert sie Philosophie an Universitäten, verfasst bedeutende politische Schriften, in denen sie sich mit Themen wie Marxismus, Feminismus und der sexuellen Revolution auseinandersetzt.

Insbesondere ihre Überlegungen bezüglich der sexuellen Reformierung führten dazu, dass sie mit dem angesehnen, britischen Sexualforscher Havelock Ellis in Kontakt tritt, mit dem sie ebenso im Schriftverkehr stand wie auch vielen weiteren bekannten Persönlichkeiten der europäischen Bildungselite. Unter diesen befand sich auch der britische Autor, Herbert George Wells, welcher Hildegart während eines Besuches in Madrid, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter lebte, das Angebot unterbreitete ihn nach London zu begleiten um dort als seine Sekretärin zu arbeiten. Sie lehnte ab.

Diese Offerte Wells‘, Hildegart nach London zu holen, basierte auf seiner Intention, der jungen Frau die Möglichkeit zu verschaffen, ihren eigenen, unabhängigen Weg einzuschlagen. Denn in der Folge des Schrifverkehrs, den er mit Hildegart gepflegt hatte, hatte er erkannt, dass das heranwachsende Mädchen unter dem massivem Einfluss der Mutter, in seiner individuellen Entwicklung erheblich eingeschränkt wurde.

Mit zunehmendem Alter wurde dieser Umstand letztlich auch Hildegart immer mehr bewusst. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis erwächst schließlich in ihr der Wunsch, sich von der Macht, über die ihre Mutter seit ihrer Kindheit, verfügt hatte, allmählich los zu lösen. Sie beginnt, ihre Kleidung und ihren Schmuck selbst auszusuchen. Sie schließt eigene Freundschaften, fängt an immer mehr Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihr sympathisch sind und findet zuletzt auch ihre erste große Liebe.

Vor Gericht wird Aurora Rodríguez später aussagen: „Fremde nahmen Besitz von meiner Tochter“.  Der zunehmende Kontroll- und damit einhergehende Machtverlust, der aus den Unabhängigkeitsbemühungen ihrer Tochter resultierte, entwickelt sich immer mehr zu einem Konflikt. Aurora, deren gesamtes Leben seit der Geburt ihrer Tochter ausschließlich der Schöpfung ihres „großen Werkes“, wie sie Hildegart im Rahmen des Prozesses bezeichnen wird, widmete, litt zusehends unter der paranoiden Wahnvorstellung, man würde ihr ihre Tochter wegnehmen wollen.

In der Nacht vor der geplanten Abreise Hildegarts, die sich inzwischen dazu entschlossen hatte, in London bei dem bekannten Sexualwissenschaftler Havelock Ellis zu studieren, wird sie im Schlaf von ihrer Mutter ermordet. Vier Kugeln beenden das Leben der jungen Frau. Drei in den Kopf. Eine ins Herz.

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„Ich fick deinen Gott“ – Der atheistische Terror

Der Konflikt der Konfessionen – seit (inzwischen) Jahren beherrscht dieses Thema immer wieder die Öffentlichkeit. Der theologische Dissens zwischen, in der Mitte unserer Gesellschaft sesshaft gewordenen, Anhängern des Islam und jenen, die sich dem christlichen Glauben zugehörig fühlen, befindet sich sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in der alltäglichen Lebensrealität vieler Kulturhochburgen, am Siedepunkt. Und in der Tat lassen sich durchaus Aspekte ausfindig machen, über die islamische Gelehrte Standpunkte vertreten, die mit der christlichen Exegese inhaltlich in Widerspruch stehen. Befasst man sich mit diesem theologischen Diskurs zwischen islamischen und christlichen Gelehrten einmal tiefschürfender, so wird man zum Schluss kommen, dass es derer sogar zahlreiche gibt. Bis hierhin erzähle ich Ihnen vermutlich nichts Neues. Und vor dem Hintergrund dieses allgemein bekannten Wissens führen wir uns an dieser Stelle einfach mal ein YouTube-Video zu Gemüte, welches den Titel „Ich fick deinen Gott“ trägt, und auf einen WDR Beitrag aus dem Jahr 2012 zurück geht.

Ohne nun im Detail auf die Urheber des Beitrages eingehen wollen, möchte ich, um der zeitlichen sowie kognitiven Begrenztheit, welche Ihnen – werter Leser – als bedeutungsloses Zahnrädchen im übermächtigen Uhrwerk unseres Gesellschaftssystems zur Verfügung steht, entgegenzukommen, den wesentlichen Inhalt, der im Weiteren den Kern meiner Überlegungen darstellen wird, zusammenfassen.

Wir wurden nämlich Zeuge eines Berichtes, in dem es augenscheinlich zunächst einmal um Sachbeschädigungen geht, deren Urheber – dies ist zumindest den Aussagen der zu Wort kommenden Personen zu entnehmen – eine Gruppe ausländischer Jugendlicher gewesen zu sein scheint.

Diese Annahme wird untermauert durch das Statement des zuständigen Geistlichen der „katholischen Kirche Duisburg-Meiderich“, welcher von „einer Gruppe ausländischer Jugendlicher“ berichtet, die er beim Ballspiel – unter Einbeziehung der kirchlichen Infrastruktur – „freundlich“ gebeten habe, eben dieses zu unterlassen. Will man dem guten Mann – trotz der Tatsache, dass sein Erscheinungsbild diese Annahme durchaus zulassen würde – jetzt einmal nicht unterstellen, dass die von ihm dargelegte „freundliche Bitte“ in ihrem Wesensgehalt dem – inzwischen zu allgemeiner Bekanntheit gelangten – katholischen Prinzip klerikaler Nächstenliebe gegenüber Jugendlichen (was nichts anderes bezeichnet als jenen Tatbestand, den das Deutsche Strafrecht unter der Bezeichnung „Sexueller Missbrauch von Jugendlichen“ führt) folgte, so ist diesem Repräsentanten des Vatikans kaum vorzuwerfen, mit seinen Worten eine Eskalation provoziert zu haben. Umso kritischer ist die berichtete Reaktion der Jugendlichen zu betrachten, die der Kleriker unter anderem mit den Worten „Ich fick deinen Gott“ zitiert.

Man könnte nun natürlich – nähme man es ganz genau – auch fragen, welcher tiefere Sinn sich in der Formulierung finden lässt, in deren Rahmen der geschätzte Herr Rose davon spricht, dass die besagte Gruppe ausländischer Jugendlicher „gegen die Kirche Ball gespielt“ habe. Beinahe weckt eine solche Wortwahl ja die Vorstellung von einer Art Benefiz-Spiel unter dem Motto „Kicken gegen die Kirche!“. Wenn man so darüber nachdenkt eine durchaus vielversprechende Anregung, für deren Umsetzung sich mit großer Wahrscheinlichkeit zahlreiche Teilnehmer begeistern lassen könnten.

Um nun allerdings einen gewissen Respekt gegenüber der frommen Kirchengemeinde bzw. deren Vertretern zu wahren, unterlasse ich es diesen Gedankengang fortzuführen und kehre den Fokus meiner Aufmerksamkeit lieber wieder dem theologisch-intellektuellen Diskurs, den zu führen ich ja eingangs angekündigt hatte, zu.

Dieser thematisiert die Differenzen, welche im Vergleich von christlicher und islamischer Glaubensauffassung, die Basis für divergierende Standpunkte in der Beurteilung religiöser Gegebenheiten, bilden. Um nur einige zu nennen: Entsprechend der Trinitätslehre wie sie im Christentum gelehrt wird, ist Jesus Christus der Sohn Gottes. Vereinfachend . Diesen Standpunkt wiederum lehnen Muslime ab, da sie Jesus Christus zwar als Propheten betrachten, es jedoch im Islam als „Schirk“ bezeichnet wird und damit als verboten (ḥarām) gilt, Gott einen Sohn beizugesellen (dies ist übrigens auch der Grund dafür, warum Sie gläubige Muslime nicht zu Heiligabend einzuladen brauchen). Mitnichten ist es jedoch der Fall, dass Jesus in den Augen gläubiger – und vor allem über ihre Religion informierter – Muslime, keine prophetische Bedeutung zukäme. Wie dem auch sei. Neben diesem Beispiel gibt es natürlich auch noch weitere. Diese betreffen die Ehe, das Zölibat (welches der Islam nicht kennt), sowie andere Punkte, deren Aufzählung aber nun den Rahmen sprengen würde.

Wie bereits gesagt: Es gibt eine ganze Liste von Auffassungen, in denen Christen und Muslime sich unterscheiden. Der – allerdings – essentiellste Aspekt – nämlich die Anerkennung des einen und einzigen, allmächtigen, allwissenden Gottes, der uns alle ebenso wie die Welt in der wir leben, erschaffen hat – gehört nicht dazu. Er gehört nicht nur nicht zu den Unterschieden, die diese Konfessionen voneinander abgrenzen, sondern dürfte sogar DIE grundlegende Gemeinsamkeit dieser beiden monotheistischen Religionen sein.

Würde also ein Muslim die Aussage tätigen „Ich fick deinen Gott“, so müsste er sich zunächst darüber versichert haben, was genau diesen Gott, an den er dem Adressaten seiner unflätigen Bemerkung, zu glauben unterstellt, von „seinem“ Gott unterscheidet. Mit Hinblick auf den „christlichen“ Gott (den es natürlich nicht gibt, da es selbstverständlich keinem Christen mit einem Restvermögen gesunden Menschenverstandes zustehen kann Gott für sich zu beanspruchen) müsste man schlicht und ergreifend feststellen, dass es diesen Unterschied zum „muslimischen“ Gott nicht gibt. Zwar muss ich zugeben, dass das Wort „Allah“ anders klingt – und auch anders geschrieben wird – als das Wort „Gott“. Dieser Umstand lässt sich jedoch ausschließlich aus der Tatsache herleiten, dass es einfach ein und dieselbe Bezeichnung für ein und dasselbe – nur in zwei verschiedenen Sprachen – ist.

Und da ich keinem Menschen unterstellen möchte, so dermaßen einfältig und an funktionierendem Hirngewebe verlustig zu sein, dass er außer Stande ist zu begreifen,  dass sich eine Bezeichnung für „Allah“ bzw. „Gott“, nicht alleine deswegen auf einen anderen Allah – wie auch immer dieser dann geartet sein soll – bzw. auf einen anderen Gott – auch hier wüsste ich nicht, wie man sich das vorzustellen hätte, da Gott allgegenwärtig ist – bezieht, nur weil sie in eine anderen Sprache übersetzt ist, ist für meine Begriffe alleine derjenige Schluss zulässig, nach dem es sich bei den besagten ballspielenden, ausländischen Jugendlichen – oder wenigstens demjenigen, aus dessen Mund diese Aussage stammte – um eine Horde atheistischer Rebellen handelte, deren heidnische Anfeindungen, jeden gläubigen Muslim ebenso beleidigen wie auch die Anhänger des Christentums.

Mit all diesem Wissen im Gepäck, bleibt schließlich nur noch folgende Erkenntnis festzuhalten: Der atheistische Terror ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen!

Die Wissenschaft der Erektion

1. Einführung

Das Verhalten des Menschen erscheint unendlich vielfältig zu sein, und das Verständnis seiner Komplexität eine Aufgabe, der selbst Naturwissenschaftler aus dem Weg gehen, und sie bevorzugt den Geisteswissenschaftlern, den Philosophen und Psychologen – kurzum den Empirikern- überlassen. Zurückzuführen sein mag dies zum einen auf die ungeahnte Vielfältigkeit der Erscheinungsformen, zum anderen aber auch auf die  generelle Unfähigkeit des Menschen sein eigenes Wesen zu hinterfragen. Dahinter vermute ich einen biologischen Mechanismus, demzufolge ein rationales Hinterfragen der eigenen Triebe im Sinne der Evolution, die ja gerade darauf beruht, dass der Mensch seinen Trieben unterworfen ist, und sich damit fortpflanzt ohne zugleich die rationale Dimension der Kohabitation zu erwägen, kontraproduktiv erscheinen würde, und daher von unserem Wesen (unserem Gehirn) strikt abgelehnt wird. Dies ist eine Auffälligkeit, welche dem geneigten Betrachter ohnehin auffallen sollte, wenn er das menschliche Wesen in seinen Seienszuständen analysiert.

Denn ebenso wie sich der Psychopath davor schützt seine Verletzlichkeit und seine emotionale Unsicherheit zu offenbaren, indem er sich selbst erfolgreich einredet und vorspielt, anderen Menschen überlegen zu sein, so scheint auch der Liebende nicht in der Lage zu sein, zu begreifen dass diese Neigung mit gewisser Wahrscheinlichkeit in einem Meer voller Leid und Trauer enden wird. Die Liebe, ebenso wie der Trieb, vernebelt also die Sinne, welches gerade für die Neurophysiologie eine attraktive Forschungsaufgabe darstellt. Die Ergebnisse unserer Forschungen werden interessante, aber auch vielfältige verstörende Aspekte zu Tage fördern.

2. Die Untersuchungsmethoden

Die Untersuchungen der menschlichen Sexualität und ihrer Ursachen, stellen nicht nur eine reine naturwissenschaftliche, sondern darüber hinaus auch eine philosophische und nicht zuletzt eine sozialpsychologische Hürde dar, die wir nehmen mussten. Keineswegs können wir uns anmaßen gerade den sozialen Anforderungen einer Diskussion um diese Komponente des menschlichen Wesens gerecht zu werden. Auf der andere Seite liegen die Stärken der von mir hier nun dargelegten Erörterungen in Bereichen der psychologischen, philosophischen und vor allem naturwissenschaftlichen Betrachtung dieser Erscheinungen.

Unsere Untersuchungen beruhen vornehmlich auch biochemischen Grundlagen, welche nur dazu befähigt sind, Zusammenhänge auf kalter naturwissenschaftlicher Ebene offen zu legen. Die reinen Zahlen und chemischen Zusammenhänge, welche uns allenfalls als Grundlage für eine nähere Betrachtung dienen konnten, mussten interpretiert werden. Diese Interpretation soll Gegenstand dieses Werkes sein. Aber auch die Tatsache, dass offenbar das was jeder von uns kennt wenn er verliebt ist, seine biochemischen und neurophysiologischen Grundlagen hat, soll im Folgenden thematisiert werden.

3. Die Ergebnisse

Nach all diesen einführenden Erläuterungen, soll nun die konkrete Komponente unserer Ergebnisse in den Fokus gerückt werden.

3.1 Vom Weibe zur Lust

Ohne nun die Homosexualität ausgrenzen zu wollen, welche jedoch in diesem Falle nicht das Ziel unserer Untersuchungen war, liegt mir in diesem Punkt etwas daran die Biochemie der Libido, also der sexuellen Lust in den Vordergrund zu rücken. Kann man ein solch überwältigendes Gefühl überhaupt rational fassen? Dies war die philosophisch geprägte Fragestellung, die ich mir zu Beginn dieser Forschungsreise stellen musste. Die Antwort lautet: „jain“. Wir können in gewisser Weise zwar durchaus unsere Kenntnisse in einen Zusammenhang, in eine kausale Kette stellen, die es uns ermöglicht einige zentrale und essenzielle Punkte auf dem Weg von Wahrnehmung zu Emotion zu verstehen. Bis ins letzte Detail befriedigend ist diese Anschauung allerdings nicht, was uns nun aber nicht daran hindern soll, eine Näherung zu wagen.

Wir orientieren uns an einem praktischen Beispiel. Man sieht eine großbusige Frau und in der Folge erleidet man eine Erektion. Offenbar ein simples Ereignis, dessen wissenschaftliche Komplexität man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. An diesem Beispiel will ich nun in diesem Werk die tiefgreifende Komponente alltäglicher und scheinbar banaler Verhaltensmuster, über die man sich im Normalfall gar keine Gedanken macht, und die sogar darüber hinaus, insbesondere mit der Persönlichkeitsstruktur weniger komplexer menschlicher Wesen in Verbindung bringt. Ich werde nun also aufzeigen, dass man die Komplexität solcher Reaktionsbildungen verkennt, wenn man die sexuelle Erregbarkeit des männlichen Genitals auf konkrete evolutionär etablierte Sinnesreize, wie eben jene busige Frau einen darstellt, als simple, niederwertige Verhaltensantwort auffasst.

„Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Bald Helenen in jedem Weibe.“ oder „Nachts sind alle Brüste grau“

Der erste Prozess, der natürlich stattfinden muss um eine Reaktion auf das ästhetische Bild einer wohlbusigen Menschin zu bilden, muss die visuelle Wahrnehmung derselben sein. Dieser liege distinkte physikalische Prozesse zugrunde, die zunächst grob zu erläutern sind. Die untenstehende Abbildung soll dabei behilflich sein, sich vor allem die physikalische Komponente der Wahrnehmung besser vorstellen zu können.

Zunächst einmal ist eine Lichtquelle erforderlich, welche das betrachtete Objekt mit Photonen bombardiert. Diese Photonen, welche die Teilchen sind, die in ihrer Vielzahl wisserkt(1).pdf - Adobe Acrobat Pro.jpgdem Licht entsprechen, sind letztlich energetische Wellen, welche sich mit einer charakteristischen Wellenlänge und auch Frequenz von einer Quelle ausgehend im Raum ausbreiten. Natürlich ist anders als in dieser vereinfachten Zeichnung dargestellt, die Ausbreitungsrichtung des Lichtes nicht so anschaulich, sondern vielmehr gehen die Photonen von der Lichtquelle, welche hier mit der Zahl 3 versehen wurde in alle Richtungen des Raumes. Zur besseren Anschaulichkeit wurden hier allerdings nur zwei Strahlenverläufe dargestellt, um eine verständliche Erläuterung der Grundlagen für jedermann einigermaßen zu ermöglichen. Die Lichtquelle sendet nun also Licht aus, man sagt sie emittiert Licht. Und damit auch natürlich eine gewisse Energie.¹

Diese Lichtstrahlen besitzen nun eine bestimmte Wellenlänge und sind in der Abbildung schematisiert als Pfeile dargestellt, welche von den Lichtquellen ausgehen. Diese Lichtstrahlen treffen nun auf die Oberfläche der busigen Frau, und haben dort ganz bestimmte Effekte zur Folge. Die Oberfläche der Frau besteht nämlich aus Haut, diese wiederum in ihrer äußersten Schicht aus Horn bzw. Keratin. Dieses Keratin kommt dadurch zustande dass die Hautzellen, welche von tiefer gelegenen Schichten der Haut stammen, die auf ihrem Weg zur Oberfläche absterben und dabei das von ihnen gebildete Keratin, welches so etwas wie einen schützenden Panzer darstellt, ausschütten.

Kreatin ist ein Protein, welches sich aus der Zusammenlagerung von Aminosäuren zu einem Polypeptid bildet. Dabei werden Aminosäuren miteinander in einer chemischen wisserkt(1).pdf - Adobe Acrobat Pro.jpgReaktion, miteinander verknüpft. Sind viele Aminosäuren miteinander verknüpft, so spricht man von einem Polypeptid (Poly = viele) oder auch Protein. Je nach den intramolekularen Wechselwirkungen innerhalb eines Proteins, gestalten sich auch Funktion und vor allem im Fall des Keratins von Bedeutung, Stabilität desselben. Die Bausteine der Proteine sind also Aminosäuren, die Bausteine der Aminosäuren sind Atome wie wir auf der Abbildung auch erkennen können. Wir sehen C (steht für Kohlenstoffatome), H (für Wasserstoff), O (für Sauerstoff) und N (Stickstoff), welche am Aufbau beteiligt sind. R steht immer für variable Reste. R kann also verschieden sein, während die anderen Buchstaben für Atome stehen, welche charakteristisch und auch wesentlich für die Entstehung der Struktur der Proteine sind.

Trifft nun ein Photon und damit auch Energie auf diese Atome, so führt dies dazu dass die Atome, welche nach dem dargestellten Schalenmodell Bahnen besitzen, auf denen sich Elektronen wie die Planeten um die Sonne bewegen diese Energie erst einmal absorbieren, also aufsaugen. Das führt dann dazu dass ein Elektron von einer Schale, die es im Ruhezustand einnimmt auf eine andere Schale, in die es eigentlich nicht gehört, gedrückt wird. Man kann es sich also in etwa so vorstellen, dass ein Sportler in einem Stadion auf einer kreisförmigen Bahn seine Runden dreht und er wird dann von jemandem weiter nach außen gestoßen, sodass er auf die weiter außen liegende Bahn gedrängt wird und zunächst dort weiterläuft. Ebenso wie der Sportler dann bei der nächsten Gelegenheit wieder versuchen wird auf die innere Bahn zu kommen, weil er dort natürlich einen geringeren Weg nehmen muss als auf weiter außen liegenden Bahnen, versuchen auch Elektronen wieder auf diejenige Schale zu gelangen, die für sie den energetisch günstigsten Ort darstellen.

Dafür müssen sie jedoch die aufgenommene Energie wieder abgeben. Und genau diese Energie, die dadurch abgegeben wird, wird wiederum in Form von Licht frei. Und dabei ist die Wellenlänge des frei werdenden Lichtes, also die Farbe davon abhängig welche Atome es sind, die erregt wurden. Die Farbe eines Stoffes wird also durch die atomare Zusammensetzung seines Stoffes festgelegt.

Da das busige Weib außen aus Keratin besteht, setzt sich seine Farbe aus den Atomen zusammen, welche eben am Aufbau des Keratins beteiligt sind. In der Folge hat es eine ganz charakteristische Farbe, in der das Licht nun von der Person wiederum abgegeben wird und nun dazu in der Lage ist in das Auge photon.jpg eines Betrachters einzufallen.

Auch diese vom busigen Objekt ausgesendeten Photonen können als Strahlung angesehen werden, und diese Strahlung verhält sich identisch wie die Strahlung, die von der primären Lichtquelle ausgegangen war. Nun kommt das Auge ins Spiel, welches diese Strahlung detektieren und in erster Instanz verarbeiten muss. Dazu muss zunächst das reale Bild in ein virtuelles Bild auf der Netzhaut des betrachtenden Auges umgewandelt werden. Das betrachtete Objekt muss also so verkleinert werden, dass es als Abbildung auf die Netzhaut projiziert werden kann. Es entsteht dann ein kleines, auf dem Kopf stehendes Bild auf der Netzhaut. In der dargestellten Versuchskonstellation, in der das Auge seitlich auf einen weiblichen Busen blickt, entsteht die mit 5 nummerierte Wahrnehmung, wobei zu beachten ist, dass diese umgedreht auf der Netzhaut abgebildet wurde.

Licht ist wie bereits erörtert nichts anderes als Photonen, welche insgesamt bestimmte Welleneigenschaften aufweisen, und damit eine bestimmte Farbe (also Frequenz) haben. Diese fallen nun in das Auge ein und durchlaufen zunächst den Glaskörper, also eine gallertige Masse, welche das innere des Auges ausfüllt, und fallen dann auf die Netzhaut. Dort sitzen nun Rezeptorzellen, die auf diese Lichtreize in ganz spezifischer Art und Weise reagieren.

Es existieren zunächst einmal Zapfen und Stäbchen, welche einerseits die Farberkennung ermöglichen (Zapfen) und zum anderen die Unterscheidung von Hell und Dunkel (Stäbchen) möglich machen. Das Farbensehen basiert nun darauf, dass es unterschiedliche Zapfenzellen gibt, welche auf unterschiedliche Wellenlängen ansprechen.

Um das Grundprinzip des Sehens nun zu umreißen, müssen wir grob in die Biochemie eintauchen, welche uns den Sehvorgang besser als kausale Kette von chemischen Reaktionen erklärt.

In dieser Abbildung ist links der Aufbau solcher Rezeptorzellen dargestellt. Sie besitzen ein Außensegment mit sogenannten Disks, welche nichts anderes sind als in der Zelle liegende Moleküle, die sich organisiert haben und über eine Reihe von Schritten Lichtreize in chemische Reize umwandeln, ein inneres Segment in dem andere Zellbestandteile liegen, sowie Kern und synaptische Endigung, die dann den https://i0.wp.com/www.imgbox.de/users/Timoderdicke/wisserkt1pdf___Adobe_Acrobat_Pro_.jpgLichtreiz an das angebundene Nervensystem weiterleitet. Die entscheidenden Prozesse finden allerdings nun in der Membran dieser Disks statt. Dort sitzt nämlich ein Protein, welches als Rhodopsin bezeichnet wird, und aus Opsin (Proteinanteil) und Retinal (ein Vitamin A-Abkömmlung) besteht. Retinal liegt in unerregter Form in einer Ruhekonfiguration vor (11-cis-Retinal), bei der eine Doppelbindung zwischen C-Atom 11 und 12 eine cis-Doppelbindung vorliegt. Trifft nun ein Photon auf dieses Molekül, so wird auch in diesem Fall wieder diese Energie absorbiert und führt dazu dass die Elektronen sich umlagern. In diesem konkreten Fall hat das zur Folge, dass aus dem 11-cis-Retinal das all-trans-Retinal wird, welches dann in dieser Form ein gebundenes Protein (das Tranducin) aktiviert. Das Tranducin aktiviert dann eine bis dahin inaktive cGMP-spezifische Phosphodiesterase, welche cGMP in GMP umwandelt. Dadurch wird der cGMP-Spiegel in der Zelle gesenkt. Nun ist das Ruhepotenzial der Zelle (-40mV) jedoch davon abhängig, dass stets positive Teilchen einströmen können. Und nur wenn dieses Ruhepotenzial gehalten wird, wird der Neurotransmitter Glutamat an der synaptischen Endigung ausgeschüttet, welcher dann über Nervenzellen, die ins Gehirn führen, dem Gehirn mitteilt, dass gerade kein Lichtreiz an dieser Stelle wahrgenommen wird. Wird nun cGMP gesenkt, so schließen sich in der Zellmembran Kanäle, die im Ruhezustand positive Teilchen in die Zelle lassen würden, und das Zellinnere wird demnach negativer (weniger positiv). Dieses führt dann über weitere Kanäle, deren Öffnungswahrscheinlichkeit auch von der Membranspannung abhängig ist, dazu dass Glutamat nicht mehr ausgeschüttet wird. Und gerade dieses Nicht-Ausschütten von Glutamat aus der Zelle, ist dann ein Signal dafür, dass an dieser Stelle eine Lichtreizung stattgefunden haben muss.

Das Bedeutsame an diesem Vorgang ist jedoch nun, dass ein physikalischer Effekt – nämlich eine optische Erregung der Netzhaut – der die Beschaffenheit der Umgebung wiederspiegelt, in einen chemischen Reiz umgewandelt wurde, der vom Gehirn verarbeitet werden kann.

Das Bild kann also vom Auge in das Gehirn übermittelt werden, wo nun die Verarbeitung und Reaktionsbildung stattfindet. Wir gehen davon aus, dass das wahrgenommene Bild auch im Gehirn als Abbildung über die Erregung bestimmter Nervenzellen existiert, und dass bestimmte Erregungsmuster, die nur dann stattfinden, wenn ein bestimmtes Bild entsteht, zur Reaktionsbildung führen, während andere Formen keine neuronale Antwort hervorrufen. Wird nun also die Form einer Frau im Gehirn abgebildet, so ist dieses nichts anderes als eine Erregung bestimmter Neurone in einer ganz charakteristischen Art und Weise, die im Zusammenspiel die Aktivierung weiterer Neurone bewirkt, welche nun in Verbindung mit dem Hormonhaushalt stehen.

Neben der hormonellen Aktivierung durch den Hypothalamus und die entsprechende Auslösung einer Testosteronausschüttung, wird vor allem die Durchblutung des Genitals beeinflusst. Dies geschieht dann über die Aktivierung bestimmter parasympathischer Nervenzellen, die zur Gefäßwand der Arterien im Corpus cavernosum (Schwellkörper) des Penis führen, wo eine Vasodilatation hervorgerufen wird, was zu einer stärkeren Durchblutung und einer Volumenexpansion führt.

Die hormonelle Aktivierung beruht auf einem Gehirnbereich – dem Hypothalamus – der über Aktivierung der Hypophyse die Ausschüttung von Hormonen bewirkt, die dann letztlich über den Blutkreislauf zum Hoden gelangen um dort die Testosteron-Produktion in bestimmten Zelltypen anzuregen. Besonders beachtlich ist es, dass offenbar der Hypothalamus synaptischen Zustrom aus Gehirnbereichen erhält, die mit dem Sehen wie auch mit dem Geruch verbunden sind. Weit mehr noch: Der Hypothalamus liegt sogar in unmittelbarer Nähe des Bulbus olfactorius, welcher dasjenige Gehirnareal darstellt, in dem die Endigungen der Riechsinneszellen zusammenlaufen!

Die von Psychologen schon vor einer Weile vermutete Verbindung von Geruch und sexueller Anziehung, lässt sich also offenbar auch in der anatomischen Struktur des Gehirnes wiederfinden.

4. Fazit

Die menschliche Erregung, wie sie wohl jeder männliche Leser kennen sollte, ist also ein Produkt komplexer, und zahlreicher sogar noch unverstandener physiologischer Prozesse, deren Grundrisse nur mithilfe von Atomphysik, Biochemie, Neuroanatomie sowie Physiologie verstanden werden können. Von der Entstehung des optischen Bildes, über die Weiterleitung desselben bis ins Gehirn, und die dortige Verarbeitung, der Abgleich des Bildes mit Erinnerungen (auf diesen Vorgang wurde noch gar nicht eingegangen), und die daraus resultierende Reaktionsbildung, erscheinen prinzipiell als kausale Kette, an deren Unvollständigkeit noch zu arbeiten sein wird. Bis dahin sollten wir jedoch die Erkenntnis verinnerlichen, dass die Erektion in ihrem simplen Erscheinungswesen, ebenso wie der restliche Körper des Menschen, ein Wunder der Natur ist.

¹Dass Licht Energie enthält können wir auch daran erkennen, dass gerade die UV-Strahlung, welche gerade im Sonnenlicht enthalten ist, aufgrund der enthaltenen Energie dazu in der Lage ist die DNA von Hautzellen in der Art und Weise zu beschädigen, dass es zu Hautkrebs kommen kann.

Die biologischen Mechanismen der sexuellen Selektion

Neben der ungerichteten und zufällig stattfindenden Rekombination und Mutation, die in den meisten Fällen negative Folgen für das Folgeindividuum hat, gibt es auch gerichtete Selektionsformen, wie die natürliche Selektion.

Natürliche Selektion: Unter natürlicher Selektion versteht man generell dass die Träger bestimmter Genotypen einen größeren Fortpflanzungserfolg haben als andere. Die natürliche Selektion ist daher gerichtet, da sie nicht zufällig wirkt, sondern ganz gezielt darauf hin wirkt, dass die insgesamt besser angepassten Individuen, durch die höhere Gesamtfitness an den Selektionsdruck, höhere Fortpflanzungserfolge und damit die Möglichkeit haben, ihre Gene und somit ihre Merkmale zahlreicher zu an die nächste Generation weiterzugeben (da ja 50% der eigenen Gene in den Nachkommen enthalten sind).

Ursprünge der Theorie der sexuellen Selektion: Die Theorie der sexuellen Selektion geht auf Charles Darwin zurück und sollte ein Lösungsansatz für das Problem darstellen, dass in vielen Fällen die sekundären Geschlechtsmerkmale von Männchen sich von denen der Weibchen unterschieden (Sexualdimorphismus).

Er konnte sich mithilfe der natürlichen Selektion nicht erklären, wie dies zustande gekommen sein konnte. Denn im Grunde ging man davon aus, dass sich Merkmale nur dann durchsetzen wenn sie dem Trägerindividuum eine bessere Anpassung an die Umwelt ermöglichen als andere Merkmale. Und wenn man davon ausgeht, dass Merkmale deshalb entstehen weil sie ihrem Träger einen Überlebens- und Fortpflanzungsvorteil verschaffen, stellt sich die Frage weshalb nicht Männchen und Weibchen dieselben Merkmale aufweisen. Bei vielen Merkmale (sogenannte sekundäre Geschlechtsmerkmale, also Geschlechtsorgane, die nicht direkt an der Fortpflanzung beteiligt sind; z.B. weibliche Brust oder Gesichtsbehaarung beim Menschen) war es nämlich so, dass sie keine bessere Angepasstheit an die Umwelt mit sich brachten, in manchen Fällen (z.B. dem auffällig roten Bauch von Stichlingsmännchen, der ihn

gegenüber Fressfeinden sehr auffällig macht) ist es sogar so dass die sekundären Geschlechtsmerkmale ein Handicap für ihren Träger darstellen, ihm also sogar einen Nachteil bringen.

Er entwickelte daher zur Lösung des Problems die Theorie der sexuellen Selektion (ein wichtiger Sonderfall der natürlichen Selektion). Ein Teil dieser Theorie war, dass zwischen den Individuen einer Population Konkurrenz innerhalb einer Population (intraspezifische Konkurrenz) um den Zugang zu Individuen des jeweils anderen Geschlechtes existiert. Es besteht also ein Kampf von Individuen desselben Geschlechts um eine begrenzte Zahl Geschlechtspartner. Und dabei würden bestimmte Merkmale einen Vorteil bringen. So kann beispielsweise ein kampfkräftiges Gorilla-Männchen das Weibchen gegenüber Rivalen besser beschützen und somit mehr Nachkommen zeugen als ein weniger kampfkräftiges. Darüber hinaus vermutete Darwin, dass in der Folge der weiblichen Partnerwahl nur diejenigen Männchen einen Vorteil in der Konkurrenz um Weibchen hätten, die „ästhetischer“ sind. Belegen konnte er diese Theorien allerdings nicht nachhaltig.

Diese Ansätze Darwins, mit denen er versuchte diejenigen Erscheinungen zu erklären, die er sich mit der herkömmlichen natürlichen Selektion nicht erklären konnte, wurden von anderen Biologen aufgegriffen und weiterentwickelt.

Indikator- und „Sexy Son“-Hypothese: Ein weiterer Erklärungsansatz basierte auf der Annahme, dass diese sekundären Geschlechtsmerkmale, die keine Verbesserung der Angepasstheit an Umweltfaktoren mit sich brachten, als Indikator für gute Erbanlagen fungierten. Das heißt: Pfauen mit besonders prächtigem Gefieder zeugen besonders kräftige und gesunde Nachkommen. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Nachkommen ist also höher und die Fortpflanzung effektiver. Dies wurde später von der englischen Biologin Marion Petrie bestätigt. Ihren Forschungen zufolge haben Pfauen-Weibchen, die sich mit besonders prächtigen Männchen paaren in der Tat mehr überlebende Nachkommen als solche, die mit weniger ansehnlichen Männchen Nachkommen zeugten.

Außerdem entwickelte sich eine zweite mögliche Hypothese, die aus diesen Überlegungen gefolgert wurde, und als „Sexy-Son“-Hypothese bezeichnet wird. Danach bevorzugen Vogelweibchen stets jene Männchen, die ein prächtigeres aber zugleich auch unpraktischeres Gefieder haben weil diese Merkmale an die Nachkommen vererbt werden, und diesen wiederum höhere Fortpflanzungschancen gewähren. Nach dieser Theorie würden Vogelweibchen polygyne Männchen (also Männchen, die sich mit mehreren Weibchen paaren) mit prächtigem Gefieder selbst dann bevorzugen wenn diese sich an der Aufzucht der Jungen nicht beteiligen (Beispiel hierfür sind die Starweibchen, deren Paarungsverhalten mit diesem Ansatz erklärt werden kann). Sie ziehen diese selbst solchen Partnern vor, die monogam leben und mit denen sie mehr Nachwuchs zeugen könnten. Der Vorteil besteht eben darin, dass die Nachkommen mit dem prächtigen Gefieder selbst einen höheren Fortpflanzungserfolg haben werden. Mithilfe dieses Mechanismus konnte das Gefieder der Vögel immer größer und prächtiger werden.

Spermienkonkurrenz: Neben dem Selektionsdruck durch sexuelle Selektion auf die sekundären, also nicht direkt an der Fortpflanzung beteiligten, Geschlechtsmerkmale, gibt es auch Mechanismen der sexuellen Selektion, die sich auf die Ausprägung der eigentlichen, primären, Geschlechtsmerkmale auswirken. Die sogenannte Spermienkonkurrenz basiert darauf, dass häufig eine große Anzahl von männlichen Keimzellen eines oder mehrerer Männchen um die Befruchtung einer einzigen weiblichen Eizelle konkurriert. Auf diese Spermienkonkurrenz ist auch die Tatsache zurückzuführen, dass Schimpansen, also Primaten mit einem promisken Paarungssystem (also „Paarungssysteme, bei denen sich beide Geschlechter mit mehreren Partnern des anderen Geschlechts paaren“ – Biologie Heute entdecken, S.401) mehr Spermien produzieren als solche Arten, bei denen nicht die Keimzellen unterschiedlicher Männchen um die Befruchtung der Eizelle konkurrieren (wie z.B. bei Gorillas, die ein polygynes Paarungssystem bevorzugen). Da unter den Schimpansen Männchen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben eine weibliche Eizelle zu befruchten, wenn sie mehr Spermien produzieren, entsteht ein Selektionsdruck auf die Evolution größerer Hoden.

Die Evolution der Sexualität: Da die sexuelle Fortpflanzung einerseits zur Folge hat, dass zwei Individuen nur einen Nachkommen zeugen können, während beispielsweise sich asexuell fortpflanzende Einzeller 100% ihres Erbmaterials an die Tochterindividuen weitergeben. Und da andererseits auch der Nutzen für das einzelne Individuum bei sexueller Fortpflanzung viel geringer ist, da es ja nur die Hälfte seines Erbmaterials an seine Kinder weitergibt, stellt sich die Frage, wie es sein konnte, dass die sexuelle Fortpflanzung sich trotz dieser eigentlich gravierenden Nachteile, man spricht von den doppelten Kosten der Sexualität, im Verlauf der Evolution durchsetzen konnte. Lebewesen, die sich asexuell fortpflanzen nämlich, haben weitaus höhere Vermehrungsraten und müssten daher doch eigentlich die überlegene Form der Vermehrung besitzen. Dies ist aber nicht nur nicht der Fall, sondern bekanntlich sind die Lebewesen, die sich sexuell vermehren sogar weit in der Überzahl gegenüber denen, die ihre Nachkommen asexuell, also ungeschlechtlich zeugen.

Erklärungsansätze bezogen sich lange Zeit darauf, dass die sexuelle Fortpflanzung den Vorteil der genetischen Variabilität durch die zygotische Neukombination der Eltern-DNA mit sich bringe, was Voraussetzung dafür sei, dass sich die Arten besser an veränderte Umweltbedingungen anpassen können und somit Selektionsvorteile in der Anpassung an die sich ständig verändernden Umweltbedingungen hätten.

Da jedoch tatsächlich Lebewesen mit asexuellen Fortpflanzungsmechanismen häufiger in Gebieten zu finden sind, in denen sich die Umweltfaktoren häufig verändern als solche, die sich sexuell vermehren, und dass in Gebieten mit relativ konstanten Umweltbedingungen häufig Arten vorherrschen, die sich sexuell fortpflanzen, kamen wieder Zweifel an dieser an sich schlüssigen Hypothese auf.

Die heute gängige Vermutung ist daher dass die sexuelle Fortpflanzung in einem sogenannten „koevolutionären Wettrüsten mit Parasiten“ entstanden sei. Das bedeutet, dass der Vorteil der sexuellen Fortpflanzung darin liegt, dass die Arten, die sich derartig vermehren, auch bessere Anpassungen an Viren oder bakterielle Krankheitserreger aufweisen. Die sexuelle Fortpflanzung stellt also offenbar die beste Möglichkeit dar, sich an die ständigen Veränderungen der Antigene von Krankheitserregern, die durch Mutationen entstehen, anzupassen. Aufgrund der sehr zahlreichen Mutationen von Krankheitserregern ist dies ein großer Selektionsvorteil gegenüber sich asexuell fortpflanzenden Lebewesen.

Feminismus? Fetischismus? Faschismus!

Ich muss gleich zu Beginn anmerken, dass ich über den Titel dieses Artikels für den ich mich zu wählen schließlich dann doch durchringen konnte, im Vorfeld eine ganze Weile lang nachgrübeln musste.

Denn prinzipiell lege ich großen Wert darauf, gerade bei streitbaren Themen, die üblicherweise häufig auch mit entsprechend umstrittenen Debatten mit hohem Polarisierungspotential vergesellschaftet sind, zumindest so weit zu objektivieren, als dass eine solide Basis für weiterführende Gedankenstränge gewährleistet ist.

Feminismus. Fetischismus. Faschismus.

Drei Begriffe, deren kausaler Zusammenhang sich auf den ersten Blick zunächst einmal nicht unmittelbar ergibt. Die Ursache dafür ist auch schnell gefunden: Denn zwar ist uns jeder einzelne dieser Termini im Zusammenhang mit den jeweiligen öffentlichen Debatten für sich alleine genommen natürlich ein Begriff. Allerdings finden die Auseinandersetzungen mit den Aspekten aus dem Kreise dieser Themenfelder kaum bis gar nicht in Verbindung miteinander statt, sodass es Ihnen im ersten Augenblick nicht als besonders wahrscheinlich erscheinen könnte, dass sich hinter diesem Beitrag etwas anderes versteckt, als der bloße Versuch Ihnen mit einer geschmacklosen Provokation, Ihre kostbare Zeit zu rauben.

Ich gehe davon aus, dass vermutlich insbesondere bei denjenigen Lesern unter Ihnen, die sich als aktive Anhänger sozialistischer Jugendbewegungen verstehen, speziell mit Hinblick auf die Begrifflichkeiten des „Feminismus“ sowie des „Faschismus“, gerade der letztere mit einiger Wahrscheinlichkeit – so Sie denn zu eben dieser Lesergruppe zählen – zu Ihrem Alltagsvokabular gehört.

Geprägt wurde der Begriff des Faschismus in der Moderne durch den italienischen Diktator Benito Mussolini, der dieses Amt mit der Maßgabe antrat, Italien zu „alter“ Größe, ähnlich wie es zuvor das römische Imperium gewesen war, zurück zu führen. In diesem Zusammenhang erlangte das Fascis, ein mit einem Beil bestücktes Rutenbündel, welches im Römischen Reich bereits als Amtssymbol der höchsten Machthaber gedient hatte, als Namensgeber der sogenannten „Faschisten“ – so bezeichneten sich die radikal-autoritär ausgerichteten Anhänger Mussolinis – seine neuerliche Berühmtheit. Später übernahm auch Adolf Hitler, der mit seiner nationalsozialistischen Partei im Gefolge die politische Macht in Deutschland übernommen hatte, diese Bezeichnung, welche bis in die heutige Gegenwart – stellenweise auch durchaus inflationär – Verwendung als politischer Kampfbegriff findet.

Ein – meiner Auffassung nach – nicht minder interessanter Begriff ist der des „Fetischismus„. Auch dieser wird ja beinahe inflationär gebraucht. Und häufig ist denjenigen, die ihn benutzen seine Definition gar nicht bewusst. Gemeint ist damit in der Regel der sexuelle Fetischismus. Kurz gesagt versteht die Medizin darunter eine „Abweichung“ vom – als physiologisch betrachteten – Sexualverhalten insofern, als dass anstelle einer Person ein unbelebter Gegenstand zum Objekt des sexuellen Interesses bzw. Stimulus der sexuellen Erregung bzw. Befriedigung wird. Insbesondere die sexuelle Neigung, auf die ich im Weiteren zu sprechen kommen werde, müsste gemäß der engeren Definition eigentlich als „Paraphilie“ bezeichnet werden, da dabei nicht etwa ein unbelebtes Objekt im Fokus des libidinösen Interesses steht, sondern vielmehr die Ausübung sexueller Praktiken, die von dem, was als empirische Norm angenommen wird, deutlich abweichen.

Nun steht noch die Definition des „Feminismus“ aus. Um sich dieser vielleicht nun etwas anzunähern, würde ich an dieser Stelle gerne mit einem Beispiel beginnen, auf das ich kürzlich aufmerksam geworden bin.

Konkret handelt es sich dabei um einen Blog auf der Blogging-Plattform „Tumblr“. Und zwar stammt dieser Blog von einer Dame, die von einer Neigung berichtet, die vielerorts – diese Bezeichnung ist streng genommen, wie ich bereits dargelegt hatte, nicht zutreffend – auch als „interracial fetish“ bezeichnet. Von ihr stammt auch dieser Beitrag in einem Forum, durch den ich im Übrigen auch auf ihren Blog aufmerksam wurde.

Wie man unschwer erkennen kann, bezeichnet sie sich als Feministin. Man kann darüber hinaus die Information gewinnen, dass sie in Spanien lebt und damit – um es an dieser Stelle mal in die politische Dimension umzumünzen – im Grunde – was die ganz grobe politische Lage angeht – angeht, im selben Boot (EU) sitzt wie wir auch.

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Um nun aber zu den überaus interessanten Inhalten ihres Blogs zurück zu kommen. Außergewöhnlich an ihr ist nämlich, dass sie ihre „Vorliebe“ nicht einfach nur als bloße Gegebenheit hinnimmt. Sie geht tatsächlich einen Schritt weiter, indem sie ein rationales – fast ideologisch anmutendes – Gedankenkonzept dazu entwirft, mit dem sie aus der bloßen Perversion eine politoide Ideologie macht. Passend dazu tragen die Artikel, die sie publiziert auch den entsprechenden Titel: „White extinction“, also die „Ausrottung der weißen Rasse“.

With the rise of feminism, women are increasingly embracing the black superiority. As the majority of African migrants are males (around 70%), and they are arriving to Europe in growing numbers, soon there will be an important sexual imbalance in the continent (in Sweden there are 123 boys for every 100 girls among 16 and 17-year-olds). And this means more sexual competition.

Im Grunde wird hier eines besonders deutlich. Nämlich der Zusammenhang zwischen der feministischen Überzeugung und Denkmustern, die man mit Eugenik assoziieren muss. Eugenik – um das klarzustellen – ist ins Deutsche mit dem Begriff der „Erbgesundheitslehre“ zu übersetzen. Im weiteren Sinne beschreibt man mit diesem Begriff Gesundheitspolitische Eingriffe, durch die es insbesondere der als „genetisch überlegen“ betrachteten Rasse ermöglicht werden soll sich stärker fortzupflanzen um die „Schwachen“ Populationen über die Generationen hinweg zu verdrängen.

Weiterhin schreibt sie:

According to ‘The Selfish Gene’ by Richard Dawkins, genes are the basis of heredity in sexual reproduction, and those that provide surviving or reproductive advantages will tend to be inherited by an increasing number of individuals. A male who has sex with a fertile woman every day could potentially have 270 children in a nine month period while a woman can only have one. Therefore, a woman will always be attracted to a “bull” because, at an instinctive level, she knows those superior genetic traits will be passed onto her sons who will carry half of her DNA and spread her genetic legacy.

Und ich muss auch an diesem Punkt zugeben, dass sie damit prinzipiell nicht ganz Unrecht hat. In der Tat könnte man – ausgehend von der Annahme, dass Afrikanische Männer genetisch den Europäern überlegen sind – auch erwarten, dass sie bei der Partnerwahl von allen „Weibchen“ gleichermaßen bevorzugt werden. Und sollten tatsächlich alle Frauen durch schwarze Männer schwanger werden, dann bliebe den Europäischen Männern ja nichts anderes übrig als entweder homosexuell zu werden oder sich auf Partnerinnen einzulassen, die bereits ein fremdes „Mischlingskind“ haben, für das sie dann vermutlich auch mit zu sorgen hätten.

Der Grund dafür, weshalb ihre Rechnung allerdings nicht aufgeht, findet sich in der folgenden Grundannahme, auf der ihr ganzes Konzept von der Idee einer überlegenen afrikanischen „Rasse“ aufgebaut ist.

I used to find these facts disturbing. But a lustful epiphany happened when I discovered interracial sex. As a woman, I was amazed by the muscular physique, the dominant character, the generous length and stamina of our dark invaders. Dominance and submission, civilization and savagery, blackness and whiteness, mixed in a primitive encounter based in racial hierarchy and sexual inequality. Finally, I was forced to admit the black male’s sexual superiority: racism is very hard to keep up for a sexually demanding woman.

Sie geht nämlich einfach davon aus, dass mit der afrikanischen Abstammung auch automatisch ein dominanterer Charakter, muskulöserer Körperbau und höhere – sexuelle – Leistungsfähigkeit, verglichen mit Europäern einhergeht.

Was versteckt sich also dahinter für eine Intention? Was könnte sie dazu veranlassen nicht einfach nur eine sexuelle Neigung auszuleben, sondern sogar eine ganze Ideologie auf (pseudo-) wissenschaftlichen Grundlagen zu konstruieren?

Und vor allem: ist das ein Einzelfall oder gibt / gab es des öfteren Fälle, in denen Feminismus und Eugenik zusammen eine gefährliche Kombination darstellten?

Die Antworten auf diese Fragen kommen – im nächsten Artikel.

Der Freiheitskämpfer

Der geneigte Leser wünscht sich ja gerne in den Werken, deren Inhalt er mit seiner begrenzten Auffassungsgabe zu erschließen versucht, immer öfter auch dass die literarischen Ergüsse des Autoren seiner Wahl eine gewisse Bindung zur Realität aufweisen. Um den Ansprüchen meiner Kundschaft und damit natürlich  all jener, die ihr sauer verdientes Geld investieren um mir meinen Luxusurlaub in Dubai im Kreise auserwählter, internationaler Edelnutten zu verbringen, gerecht werden zu können, sehe ich es als ein Gebot der Höflichkeit und des Respekts an, selbst (der ich mich als Anwalt der Menschlichkeit betrachte) ein Opfer zu erbringen um der versammelten Leserschaft meine Hingabe zu demonstrieren. Ich bin fest dazu entschlossen dem Beispiel des legendären Künstlers Vincent van Gogh, der dem gemeinen Kunstbanausen vielleicht entfernt ein Begriff sein mag und von dem diejenigen Leser, die ein Minimum an nennenswerter Schulbildung besitzen hoffentlich wenigstens wissen, dass er der Typ war, der sich ein Ohr abtrennte, zu folgen. Genauer gesagt war es ja so, dass Van Gogh einen etwas unorthodoxen Frauengeschmack hatte. Oder anders ausgedrückt: Er stand darauf verseuchte Straßenhuren zu vögeln. Und so gehört zur Vollständigkeit der Vita van Goghs auch die Tatsache dass er sich sein Ohr nicht etwa aus egoistischer Motivation heraus amputierte (so wie man es normalerweise erwarten würde). Nein, er war so selbstlos dieses abgetrennte und in der Folge dem biologischen Zerfall geweihte Körperteil einer Prostituierten zu vermachen. Nun wäre es für alle Nachahmer wie mich selbst oder Niki Lauda dieser Geste vermutlich dankbarer gewesen, hätte Vincent ein etwas entbehrlicheres Körperteil ausgewählt um es zu verschenken. Die Vorhaut, ein Weisheitszahn oder die Appendix vermiformis. Aber nein, eigensinnig wie er war musste es das Ohr sein.

Um nun jedoch zum Punkt zu kommen. Ich habe es ja bereits angesprochen, dass ich dem Vorbild des Mannes, der zu Lebzeiten auch als „Christ of the coalmines“ also in etwa übersetzt Messias der „Knappen“ (auch wenn dieser Terminus in den westlichen Armutsgebieten der Bundesrepublik Deutschland schon von Rudi Assauer in Anspruch genommen wird), Folge leisten will. Und aus diesem Anspruch heraus erwuchs auch mein Vorhaben auch mein Ohr zu opfern um es im Rahmen einer christlichen Geste der Nächstenliebe einer geistesgestörten Hure zukommen zu lassen. Nun gibt es derer ja unzählige, sodass ich beschloss ein weiteres Kriterium als Eigenschaft, die die glückliche Adressatin meiner Gutmütigkeit aufweisen sollte, vorauszusetzen. Ich wollte ja auch dass meine Tat verstanden wird. Also war es nur recht und billig eine Adressatin zu finden, von der ich annehmen konnte dass sie nicht nur gestört sondern darüber hinaus auch hochintelligent ist. Denn es liegt ja auf der Hand: nur ein extrem intellektuell begabtes Wesen würde mein Präsent auch gebührend wertzuschätzen wissen. Ich brauchte also aus dem gigantischen Pool der ganzen wahnsinnigen Nutten nur irgendeine herausfischen, die gemeinhin als hochbegabt eingestuft wird. Das klingt einfacher als es tatsächlich ist. Denn völlig unerwarteterweise verflüchtigte sich die anfangs schier unendliche Menge der geeigneten Empfängerinnen meiner charmanten Mitgift ganz plötzlich und zu meiner größten Überraschung auf eine verschwindend geringe Population.

Wo waren sie denn plötzlich die Bestseller schreibenden Bordsteinschwalben, die unser Land doch immer zu dem machten was es ist. Wo waren sie, die Dichter- und Denkerinnen im ultraknappen Miniröckchen, die ihren Verehrern in literarisch ästhetischer Prosaik den Abend versüßten. Es schien aussichtslos. Und vermutlich hätte ich die Hoffnung vollends verloren, hätte es der Zufall nicht so gewollt, dass mir eines Tages im Lichte der aufgehenden Sonne an einem dieser mit Erwartungen auf die großen Abenteuer, die er mit sich bringt, beseelten, typisch deutschen Sonntagmorgende die Süddeutsche in die Hände fällt. Gebannt fiel mein Blick sofort auf eine mitreißende Geschichte. Es handelte sich darin um die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die als Kind über Jahre hinweg von einem ihrer Nachbarn sexuell missbraucht wurde um dann folgerichtig mit 21 Jahren in einem Bordell als Hure anzufangen, um dann wiederum nach reiflicher Überlegung über die Absicherung des Lebensabends in einer Gesellschaft, deren Zukunft durch den demographischen Wandel der Altersgruppen so unsicher ist wie die Antibabypille bei einer geistig eingeschränkten und alkoholabhängigen Teenieschlampe, den Beschluss zu fassen dem Sexgewerbe den Rücken zu kehren um das umfassende intellektuelle Potenzial das in ihr schlummerte endlich auszuschöpfen.

Ich rieb mir die Augen vor schierer Ungläubigkeit. Als ich nach etwa 27 Minuten wieder mein Augenlicht zurück erlangte und zunächst einmal feststellen musste, dass ich durch die mechanische Manipulation meines Augapfels einen Teil meiner Netzhaut zerstört hatte, wagte ich einen erneuten Versuch das unmöglich geglaubte auf seine wahrhaftige Existenz zu prüfen. Meine von der Gewalt der Natur geschädigten Augen schwenkten ihren Blick einmal mehr über dieses Meisterwerk journalistischer Schaffenskraft. Und tatsächlich! In großen Lettern prangte dort:

„Ein hochintelligentes, sprachbegabtes, körperlich und seelisch schwer geschädigtes Mädchen hat ein Buch über ein ebensolches Mädchen geschrieben. Es heißt Splitterfasernackt. Und es ist erschütternd.“

Ich hatte es also doch geschafft. Das was ich schon fast aufgegeben hatte. Es war plötzlich so nah. Von meinen Glücksgefühlen noch vollkommen überwältigt, taumelte ich durch das Zimmer, stolperte dabei über das Kabel der Beistellampe die ich mir am Tag zuvor gekauft hatte, wodurch die gesamte Steckerleiste aus dem Gemäuer herauskatapultiert wurde.

Ich hatte nicht geahnt dass eine einfache Zeitungsrecherche so viele Opfer mit sich bringen würde. Jedoch zweifelte ich zu keinem Zeitpunkt daran dass ich für die gesundheitlichen Schäden, die mir in diesem Prozess der gesellschaftlichen Horizonterweiterung durch höhere Gewalten zugefügt worden waren ebenso wie der entstandene Sachschaden, der sich mittlerweile auf knappe 5.000€ belief, durch das weit größere Geschenk – nämlich als freier Bürger die objektive, von politischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängige und immer glaubwürdige Arbeit gewissenhafter Journalisten genießen zu dürfen – als unwesentliche Kollateralerscheinung weit mehr als entschädigt wurde. Viele Menschen gaben ihr Leben für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ich konnte mich also noch glücklich schätzen, nur einen erheblichen Teil meines Sehvermögens, eine 300€ Lampe und die Stromversorgung, verloren zu haben.

Die Abenddämmerung hatte sich inzwischen über den Dächern der Stadt erhoben. Als ich aus dem Fenster gen Horizont, in dessen Angesicht die funkelnden Sterne wie liebliche Engel, die uns behutsam in die Stille der Nacht begleiten, zu blicken versuchte versperrte mir die Straßenbahn die Sicht. Ich wurde allerdings mindestens gleichwertig entschädigt, und zwar mit einem Werbeaufdruck von Dunkin‘ Donuts der schillernd auf dem verdreckten Wagon über den gesundheitsschädlichen Elektrosmog der Innenstadt erhaben, empor strahlte.

Ich dachte mir: „Scheiß auf Lilly Lindner, was denkt sich diese gestörte Nutte überhaupt von mir verlangen zu können mir mein Ohr wegzuschneiden?!“ und begab mich gequält von der Anstrengung und den Schmerzen die mir der Kampf um mein Recht auf frei zugängliche Information durch die Printmedien abgerungen hatte, stolz und glücklich in dem Wissen die Demokratischen Grundprinzipien, auf deren Basis unsere Gesellschaft beruht, gegenüber den Bemühungen der islamischen Extremisten unsere gut funktionierende Demokratie in einen Gottesstaat umzuwandeln verteidigt zu haben, zu Bett. Und ich denke: Derartiges erreicht zu haben kann ein Vincent van Gogh wohl kaum von sich behaupten.

Letting the cat out of the bag

So, meine lieben. Das ist ein Thema ganz nach meinem Geschmack!

Und es gibt wirklich nicht viele zuverlässige Quellen, die sich mit diesem Thema seriös auseinander setzen. Das sogenannte Pozzing bzw. Bugchasing (so scheint man das im angloamerikanischen Sprachraum zu nennen; Quelle: wikipedia) beschreibt ja den Prozess bei dem sich HIV-negative absichtlich mit HIV infizieren. Ich würde in dem hier beschriebenen Fall eher von Bareback sex sprechen.

Gangbang-Partys, bei denen kein Kondom angewandt wird, gibt es bei heterosexuellen Menschen jedoch auch. Die Partys werden meist AO-Sex-Partys (AO = alles ohne) genannt und ab und zu wird ein Schnelltest vor dem Gangbang angewandt, der aber keine sichere Aussage über eine Infektion erbringen kann. Bareback-Portale für heterosexuelle Männer, die Bareback-Sex (oder auch AO-Sex genannt) mit Prostituierten suchen, gibt es viele in Deutschland. Mittlerweile gibt es in vielen Erotikportalen auch die Funktion, nach AO-Sex zu suchen. [1]

Nachdem ich jetzt 2 Stunden nach einer möglichen Erklärung für dieses Phänomen gesucht habe, bin ich endlich auf ein ausgesprochen aufschlussreiches Werk getroffen. Francisco Fernandez, Pedro Ruiz – Psychiatric Aspects of HIV/AIDS

Das Buch gibts leider nur in Englisch, aber hier werden interessante Erklärungsansätze dargeboten, die ich hier nicht vorenthalten will, da ich es für eine absolut geniale Herleitung halte.

Es wäre jetzt zu umfangreich hier alle Textabschnitte, die sich mit der Psychopathologie der HIV-Infektion auseinandersetzen, hier zu posten. Allerdings ist besonders das Folgende ausgesprochen paradox und faszinierend. Es geht dabei primär um die Motivation von Frauen, die heterosexuellen Verkehr mit HIV-Positiven Männern haben. Und besonders verwirrend mag es für einen Laien dann noch erscheinen, dass die Triebfeder für dieses Handeln eine narzisstische Befriedigung sein soll, die diese Frauen daraus ziehen.

The highest transmission category for women does not relate to intravenous drug use or same-sex sexual activity, but to heterosexual sexual activity. Women with narcissistic spectrum pathology who have low self-esteem sometimes try to bolster this low sense of self by adopting a rescuing role with drug-abusing HIV-positive males, which gives them a sense of narcissistic gratification (by feeling like heroic martyrs) and is a response to an extremely rigid and self- deprecating ego ideal. These factors are proposed to make sense of those seronegative women who sustain relationships with HIV-infected partners, placing themselves at high risk. [2]

Und noch ein weiterer von Fernandez und Ruiz gelieferter Aspekt ist in meinen Augen eine überaus scharfsinnige Analyse der Psychologie der „Bugchaser“ (also diejenigen die sich dem Risiko einer Infektion aussetzen obwohl sie selbst noch nicht infiziert sind):

The HIV infected patient can play out the persecutor-victim object-relational dyads common to patients with borderline personality organization and those with histories of severe trauma. HIV-positive patients can also experience themselves as persecutor because they can infect others and subsequently feel guilty. The potential stigma around HIV is one more element in a persecutory environment perceived by patients with the object-relations of borderline personality organization. [2]

Das bedeutet also, dass durch diese Infektion eine gewisse Kontrolle erlangt wird, der bei der narzisstischen Persönlichkeit eine große Bedeutung zukommt. Denn mit einer HIV-Infektion hat man Macht über andere Menschen. Man kann anderen Menschen schaden, indem man sie mit HIV infiziert. Auf der anderen Seite hat man aber auch die Kontrolle über sein eigenes Wohl oder Unwohl. Also auch hier spielen dann wieder die narzisstischen Kontrollzwänge eine entscheidende Rolle.

Viel Spaß beim Nachdenken.


Quellen

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Barebacking#Bareback-Partys

[2] Francisco Fernandez, Pedro Ruiz. “Psychiatric Aspects of HIV/AIDS, 1st Edition.”