Der Freiheitskämpfer

Der geneigte Leser wünscht sich ja gerne in den Werken, deren Inhalt er mit seiner begrenzten Auffassungsgabe zu erschließen versucht, immer öfter auch dass die literarischen Ergüsse des Autoren seiner Wahl eine gewisse Bindung zur Realität aufweisen. Um den Ansprüchen meiner Kundschaft und damit natürlich  all jener, die ihr sauer verdientes Geld investieren um mir meinen Luxusurlaub in Dubai im Kreise auserwählter, internationaler Edelnutten zu verbringen, gerecht werden zu können, sehe ich es als ein Gebot der Höflichkeit und des Respekts an, selbst (der ich mich als Anwalt der Menschlichkeit betrachte) ein Opfer zu erbringen um der versammelten Leserschaft meine Hingabe zu demonstrieren. Ich bin fest dazu entschlossen dem Beispiel des legendären Künstlers Vincent van Gogh, der dem gemeinen Kunstbanausen vielleicht entfernt ein Begriff sein mag und von dem diejenigen Leser, die ein Minimum an nennenswerter Schulbildung besitzen hoffentlich wenigstens wissen, dass er der Typ war, der sich ein Ohr abtrennte, zu folgen. Genauer gesagt war es ja so, dass Van Gogh einen etwas unorthodoxen Frauengeschmack hatte. Oder anders ausgedrückt: Er stand darauf verseuchte Straßenhuren zu vögeln. Und so gehört zur Vollständigkeit der Vita van Goghs auch die Tatsache dass er sich sein Ohr nicht etwa aus egoistischer Motivation heraus amputierte (so wie man es normalerweise erwarten würde). Nein, er war so selbstlos dieses abgetrennte und in der Folge dem biologischen Zerfall geweihte Körperteil einer Prostituierten zu vermachen. Nun wäre es für alle Nachahmer wie mich selbst oder Niki Lauda dieser Geste vermutlich dankbarer gewesen, hätte Vincent ein etwas entbehrlicheres Körperteil ausgewählt um es zu verschenken. Die Vorhaut, ein Weisheitszahn oder die Appendix vermiformis. Aber nein, eigensinnig wie er war musste es das Ohr sein.

Um nun jedoch zum Punkt zu kommen. Ich habe es ja bereits angesprochen, dass ich dem Vorbild des Mannes, der zu Lebzeiten auch als „Christ of the coalmines“ also in etwa übersetzt Messias der „Knappen“ (auch wenn dieser Terminus in den westlichen Armutsgebieten der Bundesrepublik Deutschland schon von Rudi Assauer in Anspruch genommen wird), Folge leisten will. Und aus diesem Anspruch heraus erwuchs auch mein Vorhaben auch mein Ohr zu opfern um es im Rahmen einer christlichen Geste der Nächstenliebe einer geistesgestörten Hure zukommen zu lassen. Nun gibt es derer ja unzählige, sodass ich beschloss ein weiteres Kriterium als Eigenschaft, die die glückliche Adressatin meiner Gutmütigkeit aufweisen sollte, vorauszusetzen. Ich wollte ja auch dass meine Tat verstanden wird. Also war es nur recht und billig eine Adressatin zu finden, von der ich annehmen konnte dass sie nicht nur gestört sondern darüber hinaus auch hochintelligent ist. Denn es liegt ja auf der Hand: nur ein extrem intellektuell begabtes Wesen würde mein Präsent auch gebührend wertzuschätzen wissen. Ich brauchte also aus dem gigantischen Pool der ganzen wahnsinnigen Nutten nur irgendeine herausfischen, die gemeinhin als hochbegabt eingestuft wird. Das klingt einfacher als es tatsächlich ist. Denn völlig unerwarteterweise verflüchtigte sich die anfangs schier unendliche Menge der geeigneten Empfängerinnen meiner charmanten Mitgift ganz plötzlich und zu meiner größten Überraschung auf eine verschwindend geringe Population.

Wo waren sie denn plötzlich die Bestseller schreibenden Bordsteinschwalben, die unser Land doch immer zu dem machten was es ist. Wo waren sie, die Dichter- und Denkerinnen im ultraknappen Miniröckchen, die ihren Verehrern in literarisch ästhetischer Prosaik den Abend versüßten. Es schien aussichtslos. Und vermutlich hätte ich die Hoffnung vollends verloren, hätte es der Zufall nicht so gewollt, dass mir eines Tages im Lichte der aufgehenden Sonne an einem dieser mit Erwartungen auf die großen Abenteuer, die er mit sich bringt, beseelten, typisch deutschen Sonntagmorgende die Süddeutsche in die Hände fällt. Gebannt fiel mein Blick sofort auf eine mitreißende Geschichte. Es handelte sich darin um die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die als Kind über Jahre hinweg von einem ihrer Nachbarn sexuell missbraucht wurde um dann folgerichtig mit 21 Jahren in einem Bordell als Hure anzufangen, um dann wiederum nach reiflicher Überlegung über die Absicherung des Lebensabends in einer Gesellschaft, deren Zukunft durch den demographischen Wandel der Altersgruppen so unsicher ist wie die Antibabypille bei einer geistig eingeschränkten und alkoholabhängigen Teenieschlampe, den Beschluss zu fassen dem Sexgewerbe den Rücken zu kehren um das umfassende intellektuelle Potenzial das in ihr schlummerte endlich auszuschöpfen.

Ich rieb mir die Augen vor schierer Ungläubigkeit. Als ich nach etwa 27 Minuten wieder mein Augenlicht zurück erlangte und zunächst einmal feststellen musste, dass ich durch die mechanische Manipulation meines Augapfels einen Teil meiner Netzhaut zerstört hatte, wagte ich einen erneuten Versuch das unmöglich geglaubte auf seine wahrhaftige Existenz zu prüfen. Meine von der Gewalt der Natur geschädigten Augen schwenkten ihren Blick einmal mehr über dieses Meisterwerk journalistischer Schaffenskraft. Und tatsächlich! In großen Lettern prangte dort:

„Ein hochintelligentes, sprachbegabtes, körperlich und seelisch schwer geschädigtes Mädchen hat ein Buch über ein ebensolches Mädchen geschrieben. Es heißt Splitterfasernackt. Und es ist erschütternd.“

Ich hatte es also doch geschafft. Das was ich schon fast aufgegeben hatte. Es war plötzlich so nah. Von meinen Glücksgefühlen noch vollkommen überwältigt, taumelte ich durch das Zimmer, stolperte dabei über das Kabel der Beistellampe die ich mir am Tag zuvor gekauft hatte, wodurch die gesamte Steckerleiste aus dem Gemäuer herauskatapultiert wurde.

Ich hatte nicht geahnt dass eine einfache Zeitungsrecherche so viele Opfer mit sich bringen würde. Jedoch zweifelte ich zu keinem Zeitpunkt daran dass ich für die gesundheitlichen Schäden, die mir in diesem Prozess der gesellschaftlichen Horizonterweiterung durch höhere Gewalten zugefügt worden waren ebenso wie der entstandene Sachschaden, der sich mittlerweile auf knappe 5.000€ belief, durch das weit größere Geschenk – nämlich als freier Bürger die objektive, von politischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängige und immer glaubwürdige Arbeit gewissenhafter Journalisten genießen zu dürfen – als unwesentliche Kollateralerscheinung weit mehr als entschädigt wurde. Viele Menschen gaben ihr Leben für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ich konnte mich also noch glücklich schätzen, nur einen erheblichen Teil meines Sehvermögens, eine 300€ Lampe und die Stromversorgung, verloren zu haben.

Die Abenddämmerung hatte sich inzwischen über den Dächern der Stadt erhoben. Als ich aus dem Fenster gen Horizont, in dessen Angesicht die funkelnden Sterne wie liebliche Engel, die uns behutsam in die Stille der Nacht begleiten, zu blicken versuchte versperrte mir die Straßenbahn die Sicht. Ich wurde allerdings mindestens gleichwertig entschädigt, und zwar mit einem Werbeaufdruck von Dunkin‘ Donuts der schillernd auf dem verdreckten Wagon über den gesundheitsschädlichen Elektrosmog der Innenstadt erhaben, empor strahlte.

Ich dachte mir: „Scheiß auf Lilly Lindner, was denkt sich diese gestörte Nutte überhaupt von mir verlangen zu können mir mein Ohr wegzuschneiden?!“ und begab mich gequält von der Anstrengung und den Schmerzen die mir der Kampf um mein Recht auf frei zugängliche Information durch die Printmedien abgerungen hatte, stolz und glücklich in dem Wissen die Demokratischen Grundprinzipien, auf deren Basis unsere Gesellschaft beruht, gegenüber den Bemühungen der islamischen Extremisten unsere gut funktionierende Demokratie in einen Gottesstaat umzuwandeln verteidigt zu haben, zu Bett. Und ich denke: Derartiges erreicht zu haben kann ein Vincent van Gogh wohl kaum von sich behaupten.

Die Wahrheit über Gina-Lisa und die BRD

Nein heißt nein! – Dies war der Slogan, der die Debatten über die Verschärfung des Sexualstrafrechts während der vergangenen Wochen entscheidend prägte. In politischen Fachkreisen stand diese Gesetzesänderung schon lange auf der Agenda. Es schien als warteten die legislativen Entscheidungsträger nur noch auf den geeigneten Augenblick um diese Strafgesetzänderung öffentlichkeitswirksam an das Volk zu bringen. Und dann kam er; Der Vergewaltigungsprozess des Models Gina-Lisa Lohfink, bei dem es darum ging, dass sie von zwei Männern mit Migrationshintergrund, von denen einer das Ereignis sogar auf Video festhielt, augenscheinlich sexuell missbraucht wurde, war ein vielbeachtetes Thema, das sich bis in die Boulevardpresse erstreckte. Und es kam wie es kommen musste: Politiker der Grünen sowie allen voran unsere bezaubernde Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig ließen es sich nicht nehmen für das prominente Vergewaltigungsopfer Partei zu ergreifen. In einem Spiegel-Online Beitrag mit der Überschrift „Reform des Sexualstrafrechts: Schwesig schaltet sich in Fall Gina-Lisa Lohfink ein“ kann man sich davon überzeugen, dass Manuela Schwesig sich in ihrer Argumentation auf der Welle der Solidarisierung einer ganzen Gesellschaft mit dem Model, in die Herzen des Deutschen Volkes hineintragen lassen wollte. SPD und Grüne solidarisierten sich mit Gina-Lisa Lohfink.

Öffentlichkeitswirksam kamen neben Manuela Schwesig auch hochrangige Vertreter der Grünen zu Wort. Angefangen mit Katja Dörner, der Vizefraktionschefin der Grünen, die gegenüber Spiegel-Online Folgendes zu diesem Fall sagte:

„Der Umgang mit Gina-Lisa Lohfink ist erschreckend. Ein Opfer wird zur Täterin gemacht, öffentlich bloßgestellt, es wird ihr nicht geglaubt. Das nimmt anderen Frauen den Mut, eine Vergewaltigung anzuzeigen“

 

Eine hochrangige Politikerin, die die Entscheidung eines Strafgerichtes ohne jeglichen Zugang zu den Prozessdetails kritisiert, und weiterhin sogar auf diesem vollkommen instabilen Fundament basierend, eine legislative Debatte über eine Veränderung des Deutschen Strafrechts anfeuert? Großartig! Da ist eine monatliche Entschädigung der Bundestagsabgeordneten von 9.000 € doch das Mindeste, was sie vom Steuerzahler für ihre kompetente Arbeit erwarten kann!

Und auch Gesina Agena, die frauenpolitische Sprecher_IN und Bundesvorstandsmitglied_IN der Grünen nahm den Fall Lohfink zum Anlass, ihrer Bekanntheit mithilfe des Models, das inzwischen längst wieder mit Florian Wess am Ballermann Partylieder grölt, etwas Gutes zu tun. Auf ihrer Homepage ist noch immer zu lesen: „Im Spiegel-online Artikel vom 11.06.2016 fordere ich, endlich eine richtige Reform des Sexualstrafrechts zu vollziehen, dass ein Nein auch wirklich Nein heißt.“ und das alles unter der Überschrift „Spiegel Online zur Sexualstrafrechtsreform und zu dem Fall Lohfink“. Im bereits mehrfach erwähnten Artikel von Spiegel-Online ist von ihr weiterhin zu lesen:

„Der Fall von Gina-Lisa Lohfink führt uns dabei wieder vor Augen, dass dringend das Sexualstrafrecht reformiert werden muss. Ein ‚Hör auf‘ ist ein Nein. Aber noch immer reicht ein Nein nicht aus, um eine Vergewaltigung strafbar zu machen“

Damit schließt sie sich einer offenkundig in Kreisen der Grünen gängigen Taktik, laufende Gerichtsprozesse zu kommentieren und ohne jegliche Kenntnis über die Fakten, die Arbeit deutscher Gerichte in Frage zu stellen, wie sie auch von ihrer Kollegin und Mitkämpferin um die Rechte der Frau, Katja Döring, an den Tag gelegt wurde, an.

Nun ein kleiner Exkurs, der es den Lesern ermöglichen soll diese Ergebnisse der Tagespolitik in einen gesamthistorischen Zusammenhang einzuordnen.


 

Die Geschichte des Deutschen Volkes ist vielfältig und wurde im Laufe der Zeit von vielen unterschiedlichen großen Köpfen und Denkern ebenso wie von Wahnsinnigen und Geisteskranken geprägt und gestaltet. Eines führte zum Anderen, und nachdem einer derjenigen großen „deutschen“ Köpfe, die ich persönlich eher in die Kategorie der Geisteskranken und Wahnsinnigen stecken würde (ich weise an dieser Stelle jedoch darauf hin, dass ich jedem Leser eine andersartige Meinung zugestehe), sich in seinem kuscheligen Bunker mit einem goldenen Schuss in die himmlischen Gefilde zu den 74 Jungfrauen, die schon sehnlichst auf den großen Märtyrer gewartet hatten, befördert hatte, wurde die einst als 1000 jähriges Reich proklamierte Nation unter den Siegermächten aufgeteilt. Das Substrat „1000 Jähriges Reich“ wurde in dieser Reaktion mithilfe des Katalysators mit dem Hakenkreuz auf der Schulter in zwei Produkte gespalten: Es entstanden als Produkte der Niederlage des Deutschen Reiches, welches in deren Folge von den Siegermächten geteilt wurde, die Produkte DDR und BRD.

Das Kürzel DDR, das bekanntlich die „Deutsche Demokratische Republik“ bezeichnet also auf der einen Seite. Auf der anderen Seite die Buchstabenkombination BRD, welches demgegenüber der Teil des Kuchens war, der als „Bundesrepublik Deutschland“ der liebevollen Fürsorge der Westmächte unterstellt sein sollte. Ich verzichte an dieser Stelle aus Zeitgründen darauf die Ironie der Bezeichnung „Deutsche DEMOKRATISCHE Republik“ ausführlich hervorzuheben. Es sei nur so viel dazu angemerkt: Die Deutsche Demokratische Republik war in etwa so demokratisch wie die Christlich Demokratische Union christlich ist. Sie war auch so wenig Demokratisch wie die Unionsparteien (also sprich CDU und CSU) eine Union (der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort für Einheit lat. unio ab) darstellen.

Der unbändige Wille des entzweiten deutschen Volkes letztlich war es jedoch, der diese Separation in Ost -und Westdeutschland zu überwinden im Stande war. Es folgte die Wiedervereinigung. Und das Produkt dieser Serie an geschichtsträchtigen Ereignissen ist das Deutschland, in dem wir heute leben. Und siehe da: Es entstand erneut eine BRD. 


 

In dieser BRD in der wir also heute leben dürfen und in der sich alles das, worüber ich zuvor geschrieben habe, abgespielt hat. In eben jener BRD wurde dann auch unter dem Druck der Öffentlichkeit, den der Fall Lohfink in Zusammenarbeit mit den besagten Politikern aus den Reihen von SPD und Grünen, auf unseren Bundestag ausübte, auch anlässlich der aktuellen Geschehnisse rund um Gina-Lisa Lohfink das Gesetzgebungsverfahren hinsichtlich des Sexualstrafrechts, beschleunigt.

So titelte taz.de in einem Kommentar von Simone Schmollack (ihres Zeichens Inlandsredakteurin):

Danke, Gina-Lisa
„Nein heißt Nein“ wird endlich Gesetz. Der Fall der früheren Teilnehmerin von „Germany’s Next Top Model“ dürfte dazu beigetragen haben.

Quelle

Und mehr noch: nach Schmollack soll der Fall und die große Öffentlichkeitswirksamkeit, die dieses beispiellose Mit-Füßen-Treten der weiblichen Selbstbestimmung, welches durch das Gerichtsurteil, bei dem nicht nur die Vergewaltiger freigesprochen wurden, sondern darüber hinaus Gina-Lisa Lohfink noch zusätzlich mit einer Geldstrafe von 24.000 € belegt wurde, die politische Debatte sogar maßgeblich beeinflusst haben.

So schreibt sie in diesem Artikel weiterhin:

Man darf davon ausgehen, dass die laufenden Verfahren um die Ex-Teilnehmerin bei „Germany’s next Topmodel“ und ihre Vergewaltigungsvorwürfe dazu beigetragen haben, dass nun sogar noch vor der parlamentarischen Sommerpause ein „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht verankert wird.

 

Medien und Politik sind sich also einig. Der Fall Gina-Lisa Lohfink ist ein Weckruf! Im Umkehrschluss heißt das aber auch bezugnehmend auf die Deutsche Rechtssprechung (ich erinnere nochmal daran, dass die mutmaßlichen Vergewaltiger freigesprochen wurden), dass unsere Justiz vollkommen unfähig und frauenfeindlich sein muss. Zum Glück haben wir ja Politiker, die diesem untragbaren Zustand mit aller Entschiedenheit entgegen wirken. Danke Gina-Lisa! Danke Manuela! Danke Katja! Danke Gesina! Ihr habt die Welt wieder ein Stückchen verbessert!

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings. Um diesen zu verstehen, muss man die Situation Lohfinks etwas verstehen lernen. Die Vergewaltigung ereignete sich wohl im April 2012. Gina-Lisa lernte in einem Berliner Club einen attraktiven jungen Mann kennen, der ihr – in Kombination mit dem Wodka, den sich die Volksheldin zuvor in die Leber gekippt hatte – so sehr zusagte, dass sie nicht anders konnte als mit ihm die kommende Nacht auf ihrem Hotelzimmer zu verbringen. Pardis F. – so sein Name – schien der bildhübschen Blondine mit seinem Charme und seiner Intelligenz den Verstand geraubt zu haben. Auch am nächsten Tag war der eloquente junge Mann wieder in diesem Club zugegen, und einmal mehr gab sich Lohfink den herrlichen Genüssen des Hochprozentigen hin und landete wie schon in der Nacht zuvor mit ihrem Neuerwerb im Bett. Dieses mal war es aber natürlich eine Vergewaltigung. Nein, es war viel mehr als das: es war die Vergewaltigung, die die Welt veränderte! Dieses denkwürdige Ereignis deutscher Geschichte ist als Zeitdokument in Form eines Videos im Internet zu bewundern. Man erkennt bei genauer Analyse des Bildmaterials bereits deutlich, dass Gina-Lisa eine Heldin des Feminismus sein muss. Das Missy-Magazin rief Lohfink dementsprechend auch zu einer Vorreiterin des Feminismus aus.

Warum Gina-Lisa Lohfink unsere Heldin ist
Von Gina-Lisa lernen, heißt siegen lernen.

Quelle

Aber zurück zu jenem Tage, an dem Lohfink zur Heldin wurde. Eine Vergewaltigung ist für die Opfer eine schwer traumatisierende Erfahrung. Derartige Traumata verändern das Leben des Opfers nachhaltig und häufig irreversibel. Es kommt in der Folge der erlebten Hilflosigkeit gegenüber des sexuellen Eingriffes zu substanziellen Veränderungen in der Wahrnehmung der Opfer. Es ist insofern durchaus verständlich, dass Opfer einer solchen Tat danach jeden Reiz, jede Situation, die sie an das Erlebte erinnern, massiv zu umgehen versuchen.

Die Kämpferin Gina-Lisa Lohfink jedoch scheint auch gegen diese Folgen der Vergewaltigung vollkommen immun zu sein. Hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder, beschloss die Heldin auch am Tag nach der Vergewaltigung nochmal ein bisschen Spaß mit der Sex-Bestie von Berlin – Pardis F. – zu haben. Dass es zwischen den beiden erneut zu einem Austausch von Körperflüssigkeiten kam, kann ich nur vermuten. Da nach Angaben von Spiegel Online auch Jerôme Boateng, offenbar ein Freund des bestialischen Vergewaltigers, dem post-rape date beiwohnte, kann man es nicht ausschließen, dass Gina-Lisa in Wahrheit nur mit dem Nationalspieler die Nacht auf ihrem Hotelzimmer verbrachte.

Ich fasse also zusammen: Gina-Lisa Lohfink betrinkt sich 2 Tage hintereinander, an Tag 1 lernt sie Pardis kennen und kopuliert in der folgenden Nacht mit dem jungen Mann, an Tag 2 ist sie wieder im selben Club, wieder gönnt sich die hübsche Blondine eine beachtliche Menge Wodka, landet dieses mal mit zwei Männern auf ihrem Hotelzimmer, von denen einer das Ereignis filmt. Und am Tag nach der Vergewaltigung trifft sie sich erneut mit Pardis F. und Jerôme Boateng, und frönt erneut dem Geschlechtsverkehr mit mindestens einem der beiden.

Daraufhin zeigt sie Pardis F. und seinen Kumpanen an, behauptet von ihm vergewaltigt worden zu sein, was in einem Freispruch für die beiden endet. Gina-Lisa wird zu 24.000 € Strafe wegen Falscher Behauptungen verurteilt.

Und auf dem offensichtlichen Lügengerüst der großen Heldin beruhend, verändern führende Frauenrechtlerinnen und die Vertreter unserer großen Parteien das Sexualstrafrecht?

Wir leben in einer Bananen-Republik. Und damit ist auch das große Rätsel gelüftet: BRD = Bananenrepublik Deutschland.

Danke Gina-Lisa!